Meine Hochachtung vor Marcel Reich-Ranicki. Das, was er an Kritik auf der Gala des Deutschen Fernsehpreises brachte, war allemal berechtigt. Schade nur, dass es scheinbar die wenigsten von den Anwesenden wirklich verstanden haben, worum es ihm ging. Gottschalk hätte ihn ausreden lassen. Schau es dir doch selbst an:
Hier noch ein Kommentar zum weiterlesen!
Mittwoch, 15. Oktober 2008
Freitag, 15. August 2008
Samstag, 19. Juli 2008
Vor und nach dem Regen!
Montag, 9. Juni 2008
Dienstag, 13. Mai 2008
Wessen Geistes Kind?
Mir gehen seit kurzer Zeit einige Gedanken und Überlegungen zum Sein des Menschen durch den Kopf. Sie sind mehr oder weniger gut durchdacht. Ich will es wagen, hier einen Entwurf meiner Überlegungen zu veröffentlichen.
Ausgangspunkt meiner Gedanken ist die Antropologie des Menschen und die Frage nach der Begabung. In der Auseinandersetzung mit den Gaben des Geistes, so wie sie uns im Neuen Testament begegnen, fällt auf, dass der christliche Glaube diese Gaben nicht darauf beschränken kann, dass sie einzig vom Heiligen Geist gespendet werden und somit dem Menschen als etwas außerhalb von ihm durch Gott zugefügtes gesehen werden können. Wenn wir uns die Gabenliste genauer anschauen, dann fällt auf, dass neben den natürlichen Gaben, wie Dienen, Barmherzigkeit u.a., die wir sowieso nicht vom Geist Gottes gespendet ansehen würden, auch die übernatürlichen Gaben, wie Zungenrede, Prophetie, Gaben der Heilungen u.a., gibt. Besonders die zweite Sorte von Gaben werden in unserer Kultur, die sich durch den Rationalismus und der Aufklärung gänzlich dem übernatürlichen nicht fassbaren entzogen hat, als nicht mehr existent oder als etwas überspitzt Besonderes dargestellt. Wir müssen auch in unseren Gemeinden und in der Theologiegeschichte feststellen, dass sie, auf Grund ihrer fehlenden Faßbarkeit sehr schnell verteufelt werden. Es werden in jedem Fall viele Argumente angebracht, dass diese übernatürlichen Gaben nicht vom Menschen, sondern von einem Geist – gut oder böse – außerhalb des Menschen kommen müssen. Wenn wir unsere rationelle Auffassung der Welt und die Vergeistigung der übernatürlichen Gaben zusammen nehmen, ist es keine Wunder, dass diese Gaben ganz aus unseren Gemeinden verschwunden waren und erst wieder durch die Pfingstbewegung und die charismatischen Bewegungen ernst genommen wurden.
Schauen wir uns die Gabenaufzählung in der Bibel aber genauer an, dann fällt auf, dass die so genannten natürlichen und übernatürlichen Gaben in einem Atemzug genannt werden. Warum werden sie vermischt, wenn sie doch scheinbar nicht gleichwertig zu betrachten sind. Könnte es sein, dass es im eigentlichen Sinne nur ein Ausdruck unserer Wahrnehmung ist, die uns zwischen natürlichen und übernatürlichen Gaben unterscheiden lässt? Vielleicht können und sollen sie gar nicht unterschieden werden, da sie doch alle den gleichen Wert besitzen.
Aus der Beobachtung, dass die für uns als übernatürlich betitelte Gaben auch in anderen Religionen und sogar außerhalb eines religiösen Kontextes auftreten, würde ich zu einer neuen Perspektive einladen, die aufzeigen soll, wie wir die Gaben neu ein zu ordenen haben. Und was die sich daraus ergebenden Konsequenzen im Bezug auf den geistlichen Ursprung sind, um eine Unterscheidung der Gaben vorzunehmen und wie wir die Gaben des Geistes von den Begabungen in anderen Religionen und außerhalb von Religion einordnen können. Mit dieser Einladung begebe ich mich sicherlich auf ein spekulatives Gebiet. Ich will es trotzdem wagen.
Meine Feststellung, dass die übernatürlichen Gaben auch in anderen Kontexten vorkommen, möchte ich an zwei Beispielen kurz umreißen. Dabei ist es erste einmal unwichtig, ob dieser religiös oder nicht religiös ist. Zum einen gibt es auch in anderen Religionen das Phänomen des Redens in unverständlichen Sprachen, so wir es als Zungenrede kennen. Zum anderen erstaunt es doch, dass Schamanen die selben Gaben besitzen, wie ein geistbegabter Christ. Wie kommt es, dass es Menschen gibt, die nicht an Gott glauben und nicht den Heiligen Geist haben, Menschen heilen können durch Handauflegung? Meines Erachtens würde ich aus diesen Beobachtungen, die ich hier im einzelnen nicht ausführen will, folgern, dass diese Gaben zum menschlichen Sein dazu gehören. Es ist Unsinn zwischen natürlichen und übernatürlichen Gaben zu unterscheiden, da sie jedem Menschen natürlich mitgegeben sind. es gehört zum menschlichen Sein, mit einem Fuß in der nicht sichtbaren Welt zu stehen. Dies drückt sich auch darin aus, dass wir in diesem Bereich Wirkungen vollbringen können.
Wenn dies wirklich so ist, dann stellt sich jedoch die Fragen, wie diese Begabungen, die aus so unterschiedlichen Quellen kommen zu unterscheiden sind. Meiner Meinung nach wäre der Unterscheidungspunkt die Frag nach der Motivation, aus der heraus, die entsprechende Gabe eingesetzt wird. Wird sie zur Selbstverherrlichung des einzelnen oder des dämonischen, oder zur Verherrlichung Gottes genutzt. Bei dieser Unterscheidung ist die Begabung an sich erst einmal vollkommen neutral. Der Unterscheidungspunkt ist dieser, ob der Einsatz der Begabung dazu dient in die schöpfungsgemäße Beziehung zu Gott hinein zu führen. Wenn die Anwendung der Gabe dies nicht zur Folge hat, oder mit der Bibel gesprochen, nicht als Frucht hervor bringt, dann ist sie einzig eine menschliche Begabung wie Kreativität und Barmherzigkeit und Gastfreundschaft, die für sich genommen ebenso einfachen humanistischen Zwecken dienen könnte, aber keine Veränderung im Leben wirkt.
Soweit meine Gedanken. Ich lade hiermit zur Diskussion ein.
Ausgangspunkt meiner Gedanken ist die Antropologie des Menschen und die Frage nach der Begabung. In der Auseinandersetzung mit den Gaben des Geistes, so wie sie uns im Neuen Testament begegnen, fällt auf, dass der christliche Glaube diese Gaben nicht darauf beschränken kann, dass sie einzig vom Heiligen Geist gespendet werden und somit dem Menschen als etwas außerhalb von ihm durch Gott zugefügtes gesehen werden können. Wenn wir uns die Gabenliste genauer anschauen, dann fällt auf, dass neben den natürlichen Gaben, wie Dienen, Barmherzigkeit u.a., die wir sowieso nicht vom Geist Gottes gespendet ansehen würden, auch die übernatürlichen Gaben, wie Zungenrede, Prophetie, Gaben der Heilungen u.a., gibt. Besonders die zweite Sorte von Gaben werden in unserer Kultur, die sich durch den Rationalismus und der Aufklärung gänzlich dem übernatürlichen nicht fassbaren entzogen hat, als nicht mehr existent oder als etwas überspitzt Besonderes dargestellt. Wir müssen auch in unseren Gemeinden und in der Theologiegeschichte feststellen, dass sie, auf Grund ihrer fehlenden Faßbarkeit sehr schnell verteufelt werden. Es werden in jedem Fall viele Argumente angebracht, dass diese übernatürlichen Gaben nicht vom Menschen, sondern von einem Geist – gut oder böse – außerhalb des Menschen kommen müssen. Wenn wir unsere rationelle Auffassung der Welt und die Vergeistigung der übernatürlichen Gaben zusammen nehmen, ist es keine Wunder, dass diese Gaben ganz aus unseren Gemeinden verschwunden waren und erst wieder durch die Pfingstbewegung und die charismatischen Bewegungen ernst genommen wurden.
Schauen wir uns die Gabenaufzählung in der Bibel aber genauer an, dann fällt auf, dass die so genannten natürlichen und übernatürlichen Gaben in einem Atemzug genannt werden. Warum werden sie vermischt, wenn sie doch scheinbar nicht gleichwertig zu betrachten sind. Könnte es sein, dass es im eigentlichen Sinne nur ein Ausdruck unserer Wahrnehmung ist, die uns zwischen natürlichen und übernatürlichen Gaben unterscheiden lässt? Vielleicht können und sollen sie gar nicht unterschieden werden, da sie doch alle den gleichen Wert besitzen.
Aus der Beobachtung, dass die für uns als übernatürlich betitelte Gaben auch in anderen Religionen und sogar außerhalb eines religiösen Kontextes auftreten, würde ich zu einer neuen Perspektive einladen, die aufzeigen soll, wie wir die Gaben neu ein zu ordenen haben. Und was die sich daraus ergebenden Konsequenzen im Bezug auf den geistlichen Ursprung sind, um eine Unterscheidung der Gaben vorzunehmen und wie wir die Gaben des Geistes von den Begabungen in anderen Religionen und außerhalb von Religion einordnen können. Mit dieser Einladung begebe ich mich sicherlich auf ein spekulatives Gebiet. Ich will es trotzdem wagen.
Meine Feststellung, dass die übernatürlichen Gaben auch in anderen Kontexten vorkommen, möchte ich an zwei Beispielen kurz umreißen. Dabei ist es erste einmal unwichtig, ob dieser religiös oder nicht religiös ist. Zum einen gibt es auch in anderen Religionen das Phänomen des Redens in unverständlichen Sprachen, so wir es als Zungenrede kennen. Zum anderen erstaunt es doch, dass Schamanen die selben Gaben besitzen, wie ein geistbegabter Christ. Wie kommt es, dass es Menschen gibt, die nicht an Gott glauben und nicht den Heiligen Geist haben, Menschen heilen können durch Handauflegung? Meines Erachtens würde ich aus diesen Beobachtungen, die ich hier im einzelnen nicht ausführen will, folgern, dass diese Gaben zum menschlichen Sein dazu gehören. Es ist Unsinn zwischen natürlichen und übernatürlichen Gaben zu unterscheiden, da sie jedem Menschen natürlich mitgegeben sind. es gehört zum menschlichen Sein, mit einem Fuß in der nicht sichtbaren Welt zu stehen. Dies drückt sich auch darin aus, dass wir in diesem Bereich Wirkungen vollbringen können.
Wenn dies wirklich so ist, dann stellt sich jedoch die Fragen, wie diese Begabungen, die aus so unterschiedlichen Quellen kommen zu unterscheiden sind. Meiner Meinung nach wäre der Unterscheidungspunkt die Frag nach der Motivation, aus der heraus, die entsprechende Gabe eingesetzt wird. Wird sie zur Selbstverherrlichung des einzelnen oder des dämonischen, oder zur Verherrlichung Gottes genutzt. Bei dieser Unterscheidung ist die Begabung an sich erst einmal vollkommen neutral. Der Unterscheidungspunkt ist dieser, ob der Einsatz der Begabung dazu dient in die schöpfungsgemäße Beziehung zu Gott hinein zu führen. Wenn die Anwendung der Gabe dies nicht zur Folge hat, oder mit der Bibel gesprochen, nicht als Frucht hervor bringt, dann ist sie einzig eine menschliche Begabung wie Kreativität und Barmherzigkeit und Gastfreundschaft, die für sich genommen ebenso einfachen humanistischen Zwecken dienen könnte, aber keine Veränderung im Leben wirkt.
Soweit meine Gedanken. Ich lade hiermit zur Diskussion ein.
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Donnerstag, 17. April 2008
Freitag, 11. April 2008
Der Baum des Lebens und die ewige Trennung von Gott
Vor einige Wochen habe ich zwei oder drei Post (z.B. hier oder hier) zum Thema Hölle und ewigem Getrennt-sein von Gott gelesen. Ich habe mir einige Gedanken darüber gemacht. Dabei fiel mir die Situation in der Bibel ein, wo Adam und Eva mit der Beziehung zu Gott brachen, in dem sie ihre Vertrauen der Schlange schenkten und von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen asen. Gott ist für mich ein Gott der Beziehung. Dies zeigt sich schon darin, dass er der dreieinige Gott ist. In der Bibel zeigt sich Gott als Beziehungsdreieck von Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiligem Geist. Ein Aspekt der Ebenbildlichkeit ist, dass Gott uns als Beziehungswesen geschaffen hat. Er hat uns in Gemeinschaft mit ihm erschaffen. Als die Menschen das Vertrauen in Gottes Aussage, dass er es gut mein, wenn er sagte, dass sie nicht vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen essen sollen, verloren, da Begaben sie sich in die Gottesferne. Unsere Sehnsucht nach Ewigkeit, nach Angenommen sein, nach Gemeinschaft, Anerkennung, Schönheit und Vollkommenheit ist eine Sehnsucht nach der Beziehung zu Gott, in die er uns hinein geschaffen hat.
Als Gott nun beschloss den Menschen aus dem Paradies zu vertreiben, tat er dies, damit der Mensch nicht auch noch vom Baum des Lebens isst, damit er ewiges Leben hat. Hier ist der Punkt, wo ich an den Höllengedanken anknüpfe. Gott hat dem Menschen gutes getan, dass er im das Ewige Leben verwehrt hat, sonst müsste er möglicherweise in ewiger Trennung von Gott, leben, wo er doch für die ewige Beziehung zu ihm geschaffen worden ist. Das wäre die absolute Hölle für den Menschen. Gott hat den Menschen davor bewahrt. Das nenne ich Liebe! In Christus haben wir nun beides. Durch ihn sind wir wieder versöhnt mit Gott und haben Ewiges Leben. Wir leben wieder in der Beziehung, für die wir geschaffen worden sind und können ewige Gemeinschaft mit ihm haben. Darüber bin ich echt froh. :-)
Als Gott nun beschloss den Menschen aus dem Paradies zu vertreiben, tat er dies, damit der Mensch nicht auch noch vom Baum des Lebens isst, damit er ewiges Leben hat. Hier ist der Punkt, wo ich an den Höllengedanken anknüpfe. Gott hat dem Menschen gutes getan, dass er im das Ewige Leben verwehrt hat, sonst müsste er möglicherweise in ewiger Trennung von Gott, leben, wo er doch für die ewige Beziehung zu ihm geschaffen worden ist. Das wäre die absolute Hölle für den Menschen. Gott hat den Menschen davor bewahrt. Das nenne ich Liebe! In Christus haben wir nun beides. Durch ihn sind wir wieder versöhnt mit Gott und haben Ewiges Leben. Wir leben wieder in der Beziehung, für die wir geschaffen worden sind und können ewige Gemeinschaft mit ihm haben. Darüber bin ich echt froh. :-)
Samstag, 16. Februar 2008
Wäre ich ein Film ...
... dann wäre ich:

Ich hab den noch nie gesehen. Es wird wohl mal Zeit, dass ich ihn mir ansehe.
Wäre ich ein berühmter Leiter, dann wäre ich laut Test wohl folgender:

Na und wer wärst du? Wenn du es wissen willst, dann schau mal hier?
Ich hab den noch nie gesehen. Es wird wohl mal Zeit, dass ich ihn mir ansehe.
Wäre ich ein berühmter Leiter, dann wäre ich laut Test wohl folgender:
Na und wer wärst du? Wenn du es wissen willst, dann schau mal hier?
Sonntag, 20. Januar 2008
Stark
Ich habe heute morgen im Radio ein Lied gehört, dass in letzter Zeit öfter gespielt wird. Jedoch heute morgen hat es mich irgendwie persönlich angesprochen. Zuerst musste ich ein wenig recherchieren, um heraus zu bekommen, wie es heißt und von wem es ist. Es heißt "Stark" von "Ich + Ich".
Dieses Lied trägt eine Stimmung, die mich immer wieder bewegt, wenn ich beobachte, was um mich in unserer Gesellschaft geschieht. Alles sehnt sich danach, etwas besonderes zu sein. Die meisten scheinen zu meinen, dass sie dies erreicht haben, wenn sie Popstar, Modell, Manager oder ähnliches geworden sind. Doch wo ist der Sinn? Das Leben ist ein Chaos und nicht so, wie es zu sein scheint. Auch in der Gemeinschaft der Menschen, die Jesus nachfolgen begegnet mir dies immer wieder.
Was ist, wenn wir endlichen Menschen das erreicht haben, was wir uns sehnlichst wünschen? Was hält uns? Wie unperfekt sind wir Mensch, egal ob wir Glauben oder nicht. Wir haben es nicht im Griff. Vielleicht kannst du nachvollziehen, wenn du dir das folgende Video auch mal anschaust:
Es fällt mir schwer in Worte zu fassen, was mich tief innerlich bewegt. Doch sind mir zwei Dinge zu diesem Lied im Bezug zu meinem Glauben bewusst geworden. Zum Einen zeigt diese Lied die Sehnsucht der Leute. Es muss da noch etwas geben? Gibt es mehr als dieses Leben? Als ich mich am Freitag mit einer jungen Frau auf einer Party unterhielt, wurde mir diese Sehnsucht und Leere ganz augenscheinlich. Wie kann unser Leben Sinn bekommen und wie kann es zu etwas ganzem werden? Diese Sehnsucht scheint irgendwie in uns gelegt zu sein. Sie kann nur gestillt werden, wenn wir zu dem gelangen, der sie in uns gelegt hat. Er weiß allein, wie wir ganz werden können.
Zum Zweiten denke ich, dass ich so dankbar bin, dass Er mir begegnet ist und ich in Beziehung zu ihm leben kann. Doch fiel mir auch ein Satz aus der Bibel ein. "Jetzt sehen wir die Dinge noch unvollkommen, wie in einem trüben Spiegel, dann aber werden wir alles in völliger Klarheit erkennen. Alles, was ich jetzt weiß, ist unvollständig; dann aber werde ich alles erkennen, so wie Gott mich jetzt schon kennt." Ich sehe mich selbst nicht als perfekter Mensch, doch in Verbindung zu ihm werde ich zu dem, als der ich bestimmt bin zu sein. Er ist die Wahrheit und das Leben. Er lebt und wir sollen auch leben. Das gibt mir Frieden im Herzen. Er macht mein Bild im Spiegel zu einem klaren, deutlichen und wunderschönem Bild.
Dieses Lied trägt eine Stimmung, die mich immer wieder bewegt, wenn ich beobachte, was um mich in unserer Gesellschaft geschieht. Alles sehnt sich danach, etwas besonderes zu sein. Die meisten scheinen zu meinen, dass sie dies erreicht haben, wenn sie Popstar, Modell, Manager oder ähnliches geworden sind. Doch wo ist der Sinn? Das Leben ist ein Chaos und nicht so, wie es zu sein scheint. Auch in der Gemeinschaft der Menschen, die Jesus nachfolgen begegnet mir dies immer wieder.
Was ist, wenn wir endlichen Menschen das erreicht haben, was wir uns sehnlichst wünschen? Was hält uns? Wie unperfekt sind wir Mensch, egal ob wir Glauben oder nicht. Wir haben es nicht im Griff. Vielleicht kannst du nachvollziehen, wenn du dir das folgende Video auch mal anschaust:
Es fällt mir schwer in Worte zu fassen, was mich tief innerlich bewegt. Doch sind mir zwei Dinge zu diesem Lied im Bezug zu meinem Glauben bewusst geworden. Zum Einen zeigt diese Lied die Sehnsucht der Leute. Es muss da noch etwas geben? Gibt es mehr als dieses Leben? Als ich mich am Freitag mit einer jungen Frau auf einer Party unterhielt, wurde mir diese Sehnsucht und Leere ganz augenscheinlich. Wie kann unser Leben Sinn bekommen und wie kann es zu etwas ganzem werden? Diese Sehnsucht scheint irgendwie in uns gelegt zu sein. Sie kann nur gestillt werden, wenn wir zu dem gelangen, der sie in uns gelegt hat. Er weiß allein, wie wir ganz werden können.
Zum Zweiten denke ich, dass ich so dankbar bin, dass Er mir begegnet ist und ich in Beziehung zu ihm leben kann. Doch fiel mir auch ein Satz aus der Bibel ein. "Jetzt sehen wir die Dinge noch unvollkommen, wie in einem trüben Spiegel, dann aber werden wir alles in völliger Klarheit erkennen. Alles, was ich jetzt weiß, ist unvollständig; dann aber werde ich alles erkennen, so wie Gott mich jetzt schon kennt." Ich sehe mich selbst nicht als perfekter Mensch, doch in Verbindung zu ihm werde ich zu dem, als der ich bestimmt bin zu sein. Er ist die Wahrheit und das Leben. Er lebt und wir sollen auch leben. Das gibt mir Frieden im Herzen. Er macht mein Bild im Spiegel zu einem klaren, deutlichen und wunderschönem Bild.
Sonntag, 6. Januar 2008
Ganzheitlichkeit 2
Nach einer längeren Zeit werde ich heute einen zweiten Beitrag zum Thema Ganzheitlichkeit schreiben. In Verbindung mit meiner im letzten Monat abgeschlossenen Arbeit, bin ich zu einigen neuen Gedanken und Erkenntnissen zu diesem Thema gekommen. Hier nun einige Gedanken, die ich so oder anders auch in meiner Arbeit geäußert habe.
Sicherlich hat der eine oder andere schon einmal den Eindruck gehabt, dass sein Leben unübersichtlich und komplexes ist. Besonders in Phasen der Sinnsuche, stellt sich der Mensch die Frage, ob er in all der Unübersichtlichkeit und Vielfalt einen besonderen Auftrag hat. Durch Systematisierung versucht der Mensch Übersicht in die Undurchschaubarkeit zu bringen. Dabei stößt er schnell an Grenzen. Ulrich Eibach hat in seinem Buch "Heilung für den ganzen Menschen? Ganzheitliches Denken als Herausforderung von Theologie und Kirche" auf dieses Phänomen folgendermaßen geantwortet:
„Alle von Menschen entworfenen Systeme der Einheit und Ganzheit der Wirklichkeit stellen lediglich partikulare Denksysteme des endlichen Menschen über die Ganzheit dar. Die Ganzheit der geschaffenen Welt bleibt dem Menschen – wie der Schöpfer selbst – ein Geheimnis, das nur dem Schöpfer erschlossen ist, der sich nur selbst offenbart, und zwar in der Partikularität, vor allem des einen Menschen Jesus von Nazareth“ (Eibach 1991:93f).
Eibach spricht von Jesus, dem ganzen Menschen, wie er im Christushymnus im Philipperbrief (2,7) bezeugt wird. Dort steht, dass Christus dem Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt worden ist. Bereits in der frühen Kirchengeschichte wird Christus als „vollständiger Mensch“ bekannt und verkündet. Er war ganz Mensch und hat als solcher gelebt. Dies war ihm nur möglich, weil er der fleischgewordene Schöpfer ist und sich als Unendlicher in die Begrenztheit begeben hat. Für uns Menschen bleibt dies ein Geheimnis, weil wir als begrenzte Wesen die Unendlichkeit nicht begreifen können. Allein der Schöpfer hat die Möglichkeit seine Schöpfung in der ganzen Komplexität wahrzunehmen und zu durchschauen. Wenn wir als Menschen also von Ganzheitlichkeit sprechen, dann haben wir Christus als den, dem wir nachfolgen, im Blick, der unser Herr und Messias ist und in dessen Vollmacht wir leben, auch wenn wir sie nur bruchstückhaft begreifen. Indem ich mein Leben Gott übergeben habe, gewinnt es eine Identität und Ganzheit, die es aus sich heraus niemals hervorbringen kann. Der Mensch kann wahre Ganzheitlichkeit nur in der Begegnung mit Gott erahnen, bzw. erfahren.
Ganzheitlichkeit wird für uns demnach immer ein Geheimnis bleiben, weil wir nie den kompletten Überblick über die Welt unser Leben und das Sein haben werden. In meinem Fall hat dies ehr ein Gefühl von Unbehagen ausgelöst. Als "Ansatzperfektionist" bleibt immer ein schales Gefühl zurück, dass ich eh niemals den ganzen Blick haben werde - nie komplett Ganzheitlichkeit erfahren werde.
Sicherlich hat der eine oder andere schon einmal den Eindruck gehabt, dass sein Leben unübersichtlich und komplexes ist. Besonders in Phasen der Sinnsuche, stellt sich der Mensch die Frage, ob er in all der Unübersichtlichkeit und Vielfalt einen besonderen Auftrag hat. Durch Systematisierung versucht der Mensch Übersicht in die Undurchschaubarkeit zu bringen. Dabei stößt er schnell an Grenzen. Ulrich Eibach hat in seinem Buch "Heilung für den ganzen Menschen? Ganzheitliches Denken als Herausforderung von Theologie und Kirche" auf dieses Phänomen folgendermaßen geantwortet:
„Alle von Menschen entworfenen Systeme der Einheit und Ganzheit der Wirklichkeit stellen lediglich partikulare Denksysteme des endlichen Menschen über die Ganzheit dar. Die Ganzheit der geschaffenen Welt bleibt dem Menschen – wie der Schöpfer selbst – ein Geheimnis, das nur dem Schöpfer erschlossen ist, der sich nur selbst offenbart, und zwar in der Partikularität, vor allem des einen Menschen Jesus von Nazareth“ (Eibach 1991:93f).
Eibach spricht von Jesus, dem ganzen Menschen, wie er im Christushymnus im Philipperbrief (2,7) bezeugt wird. Dort steht, dass Christus dem Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt worden ist. Bereits in der frühen Kirchengeschichte wird Christus als „vollständiger Mensch“ bekannt und verkündet. Er war ganz Mensch und hat als solcher gelebt. Dies war ihm nur möglich, weil er der fleischgewordene Schöpfer ist und sich als Unendlicher in die Begrenztheit begeben hat. Für uns Menschen bleibt dies ein Geheimnis, weil wir als begrenzte Wesen die Unendlichkeit nicht begreifen können. Allein der Schöpfer hat die Möglichkeit seine Schöpfung in der ganzen Komplexität wahrzunehmen und zu durchschauen. Wenn wir als Menschen also von Ganzheitlichkeit sprechen, dann haben wir Christus als den, dem wir nachfolgen, im Blick, der unser Herr und Messias ist und in dessen Vollmacht wir leben, auch wenn wir sie nur bruchstückhaft begreifen. Indem ich mein Leben Gott übergeben habe, gewinnt es eine Identität und Ganzheit, die es aus sich heraus niemals hervorbringen kann. Der Mensch kann wahre Ganzheitlichkeit nur in der Begegnung mit Gott erahnen, bzw. erfahren.
Ganzheitlichkeit wird für uns demnach immer ein Geheimnis bleiben, weil wir nie den kompletten Überblick über die Welt unser Leben und das Sein haben werden. In meinem Fall hat dies ehr ein Gefühl von Unbehagen ausgelöst. Als "Ansatzperfektionist" bleibt immer ein schales Gefühl zurück, dass ich eh niemals den ganzen Blick haben werde - nie komplett Ganzheitlichkeit erfahren werde.
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