Sonntag, 1. Februar 2009

Hope - Hoffnung

Ich lese gerade "Wer, wenn nicht wir" von Jim Wallis. Musste mich an ein weiteres Buch von Jim erinnern und habe gerade nen Blick hinein geworfen. Dabei bin ich über zwei Zitate gestolpert, die aktuell nach dem Sieg von Obama in den Staaten wirklich aktuell sind.

Wirkliche Gesellschaftsveränderung hat nie nur mit großen Führergestalten zu tun. Es geht immer darum, daß die Sehnsüchte von Millionen von Menschen freigesetzt werden. Die wirklichen großen FührerInnen wissen, daß sie gewöhnlichen Menschen und dem Gott der Geschichte dienen.

Aus biblischer Sicht ist Hoffnungnicht nur ein Gefühl, eine Stimmung oder ein rhetorischer Schnörkel, Hoffnung ist vielmehr die eigentliche Dynamik der Geschichte. Hoffnung ist die Energie der Transformation. Hoffnung ist die Tür, die von einer Wirklichkeit in die andere führt.

(Wallis, Die Seele der Politik, S.310f)

Haben wir in Deutschland noch Hoffnung, dass es eine bessere Zeit nach der Krise geben wird, oder sind wir bereits vor Realismus zynisch geworden? Glauben wir, dass es möglich sein wird, dass es Gerechtigkeit für alle, auch für den Hartz IVler geben kann?

Freitag, 28. November 2008

Auf dem Emergent Deutschland Forum

Heute Morgen um 10 Uhr habe ich mich auf dem Weg gemacht und bin zum ersten Mal über die Mitfahrzentrale auf Reisen gegangen. Das Ziel war Nürnberg, wo ich Quartier in einer schönen und komfortablen Gästewohnung bei der Heilsarmee genommen habe. Zwischen den Zeiten des Schlafs werde ich die Tage bis Sonntag Mittag in Erlangen beim Emergent Deutschland Forum verbringen. Wer sich einen Eindruck über das verschaffen will, was dort aktuell passiert, der kann sich auf www.emergent-deutschland.de auf dem Laufenden halten. Dort ist ein Live-Blog freigeschaltet, wo jeder sich beteiligen kann, egal, ob er beim Forum dabei ist oder nicht. Das coolste ist, dass wir alle Einträge direkt bei uns auf der Wand sehen. Also Click dich rein oder twitter mit unter dem tag #ef08.

Erste Fotos kannst du bei Haso und Peter finden.

Montag, 10. November 2008

Richtig und Leicht

„Schon bald müssen wir uns entscheiden zwischen dem richtigen Weg und dem leichten.“
(Aus Harry Potter und der Orden des Phönix)

Novavox und die Kirche auf dem Ölberg

Für ungefähr 150 Teilnehmer ging Vorgestern die erste Novavox-Konferenz in der Kirche auf dem Ölberg in Wuppertal zu Ende. Für mich war sie erst gestern zu Ende. Warum? Weil der gemeinsame Gottesdienst morgens nochmals einen großen Doppelpunkt für meine Gemeinde und mich setzte. Unser Pastor, einer vom Novavox-Kernteam, predigte über "Ein missionales Leben" und brachte damit auf den Punkt, was uns in der Leitung unserer Gemeinde schon eine Weile bewegt und was die Teilnehmer die drei Tage vorher beschäftigte.
Von Floyd und Praktikern aus Deutschland hörten wir, insg. ca. 230 Teilnehmer der Konferenz, was es heißt ein Leben zu führen, welches eine einge Gottesbeziehung, Evangelisation und dienendes Handeln zusammenbringt. Besonders spannend fand ich die Session, in der Floyd von Frust sprach, der auch während der Konferenz zu spüren war. Viele merkten, wie ihr Herz von den Dingen ergriffen wurde, wie man als Einzelner und als Gemeinde in einem ganzheitlichem Lebensstil hineinkommen kann. Aber ihnen war auch die Realität der eigenen Gemeinde bewusst. Was tun? In Frieden ausgesandt werden oder an dem Ort bleiben und ihn in einem vielleicht mühsamen Prozess mit verändern. Auf alle Fälle auf Gott hören und sich von ihm heilen und verändern lassen. Der Blick auf ihn wird die Herzenshärte schwinden lassen und ein aufeinander zugehen möglich machen. Denn was ist es, was wir mit unserem Leben tun? Wir leben, um die Herrlichkeit Gottes in dieser Welt bekannt zu machen. Er ist ein guter Gott! So war es gut zu hören, dass das, was viele empfanden auch Floyd selbst durchlebt hat.
Ich weiß nicht, wo wir als Kirche auf dem Ölberg mal stehen werden in zehn bis fünfzehn Jahren. Wovon viele in unserer Gemeinde träumen und wie die realexistirende Gemeinde aktuell aussieht - das sind noch zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Gott kann aber Wunder tun und Veränderung schenken. Ich will diesen Weg weiter gehen, getreu der Liedzeile "Komm, geh mit, wir gehn in Gottes Land!", welche Samstagmorgen von meinem CD-Player zu hören war, während einige Konferenzteilnehmer mit mir zusammen in meinem Wohnzimmer frühstückten.

Warst du auf der Konferenz? Was waren deine Eindrücke? Schreib doch einfach einen Komentar!

Übrigens hier , hier und hier findest du weitere Kommentare.

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Stimmt, oder?

Ich war vor einigen Tagen im Kino. Habe den Film "Der Baader-Meinhof-Komplex" gesehen. Ein Zitat geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Es wird im Film von Gudrun Ensslin gesprochen.

"Theologen hoffen"


Naja, ist nur nen Ausspruch, oder? Aber wieviel Wahrheit darin steckt. Was hält uns bei Gott? Es ist doch die Hoffnung auf etwas, was schon im Anbrechen ist, aber noch nicht zu fassen ist.

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Hochachtung vor seinem Mut

Meine Hochachtung vor Marcel Reich-Ranicki. Das, was er an Kritik auf der Gala des Deutschen Fernsehpreises brachte, war allemal berechtigt. Schade nur, dass es scheinbar die wenigsten von den Anwesenden wirklich verstanden haben, worum es ihm ging. Gottschalk hätte ihn ausreden lassen. Schau es dir doch selbst an:



Hier noch ein Kommentar zum weiterlesen!

Freitag, 15. August 2008

Ein missionales Leben



Heute mal ein wenig Werbung für einen guten Termin!

Samstag, 19. Juli 2008

Vor und nach dem Regen!

Ich bin heute beim Fahrradfahren in einen kräftigen Regenschauer hinein gekommen. Anbei gibts was zum Kucken:

Dienstag, 13. Mai 2008

Wessen Geistes Kind?

Mir gehen seit kurzer Zeit einige Gedanken und Überlegungen zum Sein des Menschen durch den Kopf. Sie sind mehr oder weniger gut durchdacht. Ich will es wagen, hier einen Entwurf meiner Überlegungen zu veröffentlichen.

Ausgangspunkt meiner Gedanken ist die Antropologie des Menschen und die Frage nach der Begabung. In der Auseinandersetzung mit den Gaben des Geistes, so wie sie uns im Neuen Testament begegnen, fällt auf, dass der christliche Glaube diese Gaben nicht darauf beschränken kann, dass sie einzig vom Heiligen Geist gespendet werden und somit dem Menschen als etwas außerhalb von ihm durch Gott zugefügtes gesehen werden können. Wenn wir uns die Gabenliste genauer anschauen, dann fällt auf, dass neben den natürlichen Gaben, wie Dienen, Barmherzigkeit u.a., die wir sowieso nicht vom Geist Gottes gespendet ansehen würden, auch die übernatürlichen Gaben, wie Zungenrede, Prophetie, Gaben der Heilungen u.a., gibt. Besonders die zweite Sorte von Gaben werden in unserer Kultur, die sich durch den Rationalismus und der Aufklärung gänzlich dem übernatürlichen nicht fassbaren entzogen hat, als nicht mehr existent oder als etwas überspitzt Besonderes dargestellt. Wir müssen auch in unseren Gemeinden und in der Theologiegeschichte feststellen, dass sie, auf Grund ihrer fehlenden Faßbarkeit sehr schnell verteufelt werden. Es werden in jedem Fall viele Argumente angebracht, dass diese übernatürlichen Gaben nicht vom Menschen, sondern von einem Geist – gut oder böse – außerhalb des Menschen kommen müssen. Wenn wir unsere rationelle Auffassung der Welt und die Vergeistigung der übernatürlichen Gaben zusammen nehmen, ist es keine Wunder, dass diese Gaben ganz aus unseren Gemeinden verschwunden waren und erst wieder durch die Pfingstbewegung und die charismatischen Bewegungen ernst genommen wurden.
Schauen wir uns die Gabenaufzählung in der Bibel aber genauer an, dann fällt auf, dass die so genannten natürlichen und übernatürlichen Gaben in einem Atemzug genannt werden. Warum werden sie vermischt, wenn sie doch scheinbar nicht gleichwertig zu betrachten sind. Könnte es sein, dass es im eigentlichen Sinne nur ein Ausdruck unserer Wahrnehmung ist, die uns zwischen natürlichen und übernatürlichen Gaben unterscheiden lässt? Vielleicht können und sollen sie gar nicht unterschieden werden, da sie doch alle den gleichen Wert besitzen.
Aus der Beobachtung, dass die für uns als übernatürlich betitelte Gaben auch in anderen Religionen und sogar außerhalb eines religiösen Kontextes auftreten, würde ich zu einer neuen Perspektive einladen, die aufzeigen soll, wie wir die Gaben neu ein zu ordenen haben. Und was die sich daraus ergebenden Konsequenzen im Bezug auf den geistlichen Ursprung sind, um eine Unterscheidung der Gaben vorzunehmen und wie wir die Gaben des Geistes von den Begabungen in anderen Religionen und außerhalb von Religion einordnen können. Mit dieser Einladung begebe ich mich sicherlich auf ein spekulatives Gebiet. Ich will es trotzdem wagen.
Meine Feststellung, dass die übernatürlichen Gaben auch in anderen Kontexten vorkommen, möchte ich an zwei Beispielen kurz umreißen. Dabei ist es erste einmal unwichtig, ob dieser religiös oder nicht religiös ist. Zum einen gibt es auch in anderen Religionen das Phänomen des Redens in unverständlichen Sprachen, so wir es als Zungenrede kennen. Zum anderen erstaunt es doch, dass Schamanen die selben Gaben besitzen, wie ein geistbegabter Christ. Wie kommt es, dass es Menschen gibt, die nicht an Gott glauben und nicht den Heiligen Geist haben, Menschen heilen können durch Handauflegung? Meines Erachtens würde ich aus diesen Beobachtungen, die ich hier im einzelnen nicht ausführen will, folgern, dass diese Gaben zum menschlichen Sein dazu gehören. Es ist Unsinn zwischen natürlichen und übernatürlichen Gaben zu unterscheiden, da sie jedem Menschen natürlich mitgegeben sind. es gehört zum menschlichen Sein, mit einem Fuß in der nicht sichtbaren Welt zu stehen. Dies drückt sich auch darin aus, dass wir in diesem Bereich Wirkungen vollbringen können.
Wenn dies wirklich so ist, dann stellt sich jedoch die Fragen, wie diese Begabungen, die aus so unterschiedlichen Quellen kommen zu unterscheiden sind. Meiner Meinung nach wäre der Unterscheidungspunkt die Frag nach der Motivation, aus der heraus, die entsprechende Gabe eingesetzt wird. Wird sie zur Selbstverherrlichung des einzelnen oder des dämonischen, oder zur Verherrlichung Gottes genutzt. Bei dieser Unterscheidung ist die Begabung an sich erst einmal vollkommen neutral. Der Unterscheidungspunkt ist dieser, ob der Einsatz der Begabung dazu dient in die schöpfungsgemäße Beziehung zu Gott hinein zu führen. Wenn die Anwendung der Gabe dies nicht zur Folge hat, oder mit der Bibel gesprochen, nicht als Frucht hervor bringt, dann ist sie einzig eine menschliche Begabung wie Kreativität und Barmherzigkeit und Gastfreundschaft, die für sich genommen ebenso einfachen humanistischen Zwecken dienen könnte, aber keine Veränderung im Leben wirkt.

Soweit meine Gedanken. Ich lade hiermit zur Diskussion ein.