Sonntag, 17. Mai 2009

Kloster

Ab morgen werde ich mich für 10 Tage in die Stille zurück ziehen. Irgendwie gehe ich mit gemischten Gefühlen dahin. Ich freue mich auf die Zeit der Einkehr und Ruhe. Andererseits habe ich auf Furcht vor dem, was kommt. Vielleicht auch vor mir selbst.

Was mich froh macht ist, dass Gott dabei ist und er sich diese Zeit mit mir gewünscht hat. :-)

Samstag, 16. Mai 2009

Donnerstag, 14. Mai 2009

Archibald Hart zu missionaler Gemeinde

"Wenn wir nicht gesunde Theologie betreiben, dann werden wir keine gesunden Gemeinden bauen."


Kommentar während des Seminars "Die Persönlichkeit des Leiters" am IGW zu Hart's Beobachtung, dass in der missionalen Gemeinde die Lehre eine abnehmende Rolle spielt.

Samstag, 9. Mai 2009

Nichts Neues?

Als ich im November 2007 zum Studientag von Emergent Deutschland nach Marburg fuhr, hörte ich viele unterschiedliche Stimmen über das, was Jason Clark und Brian McLaren dort erzählten. U.a. gingen mir die Worte einiger bereits etwas in die Jahr gekommenen Pastoren aus dem Baptistenbund nicht aus dem Kopf. Sie sagten soviel, wie, dass das, was sie dort gehört hätten ja nichts Neues sei. Nun bin ich vor einiger Zeit auf ein Buch von Harvey Cox gestoßen mit dem Titel "Der Christ als Rebell oder Streitreden gegen die Trägheit". Zu meinem Erstaunen ist diese Buch auch tatsächlich im Oncken-Verlag erschienen, der den Baptisten damals angehörte. Der Autor vertritt dort tatsächlich Thesen, die McLaren oder Clark heute ebenso sagen könnten.
Man braucht keine bestimmten Orte, keine bestimmte Zeit und keine Priesterschaft, weil Gott das Volk auf seiner Wanderung begleitet.

Aus: Cox, Der Christ als Rebell, S. 57.

Ich frage mich da nur, warum wir heute in unseren Baptistengemeinden immer noch so Gemeindehaus-, Gottesdienst- und Pastorenzentriert sind? Wo ist unser so hoch gelobtes Priestertum aller Gläubigen?

Mittwoch, 6. Mai 2009

Verstrickt

Heute habe ich eine faszinierende Aussage über die Bibel gelesen. Sie geht mir nicht aus dem Kopf. Es ist sogar so, dass ich beginne, mich als Teil eines globalen Geschehens zu sehen, das über Raum und Zeit hinweg anhält. Das ist ein seltsames Gefühl. Auf der anderen Seite ist dieses Zitat auch ein Ausdruck dessen, dass Gott in seinem Wort immer zur Tat drängt.

Indem sie uns Gottes Geschichte unter den Menschen erzählt, verstickt sie uns in diese Geschichte hinein und macht uns zu einem Teil davon.


Aus: Stangenberg, Tanz auf der Fontäne

Sonntag, 26. April 2009

Samstag, 4. April 2009

Bye, bye Michael Frost

Es ist 22:26 Uhr und ich trete zur Tür meiner Wohnung herein - schwanger mit vielen Eindrücken. Ich habe diese Woche einen Bruder kennen gelernt - ach quatsch - mindestens zwei Brüder kennen gelernt, welche mit mir auf dem Weg sind und in einer Radikalität unserem Herr folgen, dass es mir die Tränen in die Augen treibt. Dafür bin ich echt dankbar.
In mir klingen die Eindrücke der gerade zu Ende gegangenen "Die Zukunft gestalten"-Konferenz in Essen nach. Ein riesigen Dank und Lob gilt dem Hammer-IGW-Team (Studenten und Mitarbeiter). Ohne Euch wäre diese Konferenz nicht zu dem geworden, was sie war.
Aber persönlich am nachhaltigsten gehen mir zwei Gespräche nach. Ich habe mir so oft Gottes direktes Reden gewünscht und gestern hat er durch einen Bruder so direkt und sanft gesprochen und es so auf den Punkt gebracht, dass mir immer noch der kalte Schauer den Rücken runter geht. "Lerne die Abhängigkeit von mir. Ich will dich Leiten.", mit diesen und anderen Worten hat Gott meine Ungeduld sanft gedämpft. Es zeigte mir Punkte, an denen ich weiter dran bleiben soll. Aber genug von mir...

Ich glaube für viele der Besucher hat - so hab ich es immer wieder gehört - Michael die Worte ausgesprochen, die sie schon lange in sich gefühlt haben. Er hat Gedanken eine Sprache verliehen, die an der Zeit waren ausgesprochen zu werden. Jesus Christus - kein Weichspühl-Heiland, sondern der radikaler, herausfordernder Sohn Gottes, der Freund der Sünder, Säufer und Fresser. Gott war mit seinem Geist unter uns. Danke Jesus, dass du dich nicht hinter Kirchenmauern verkrochen hast, sondern an den Ecken und Zäunen des Ölbergs, in Essen oder Kalkutta, Berlin, Antwerpen, Garmisch Partenkichen, Zug oder Timbuktu zu finden bist. Gott hat sich noch nicht in seine Ecke zurück gezogen, sondern wirkt in dieser Welt - in uns und durch uns.

Mit diesen Gedanken und Eindrücken werde ich mich zu Bett legen und weiter meinen Weg gehen mit meinem Herrn Jesus und um seine Hilfe bitten, dass er mich aus der Bequemlichkeit meines Lebens errettet.

Danke Michael, dass du dich von Australien zu uns nach Essen auf gemacht hast. Vielleicht sitzt du jetzt schon in deinem Flieger und freust dich auf eine Wiedersehen mit deinen Freuden. Möge Gott euer Gemeinschaft auf der Anderen Seite unseres wunderschönen Planeten segnen.

Warst du beim Kongress dabei? Dann hinterlass doch bis Ende April dein Feedback im Forum oder bei folgendem Link!

Freitag, 27. März 2009

Die Heiligkeit des Alltags

Im Vorfeld der Konferenz "Die Zukunft gestalten" lese ich nochmals, und nun auf deutsch, das gleichnamige Buch von Michael Frost, dem Hauptredner der Konferenz und Alan Hirsch, deren zweites gemeinsames Werk "Der wilde Messias" nun erschienen ist.

Unter der Kapitelüberschrift, die ich auch als Überschrift für diesen Post genutzt habe, sind mir einige Wort wichtig geworden:

Wenn man sein Essen als heiligen Akt empfindet und den Geschmack der Speisen vor Gott genießt, wird der Tisch zum Altar. Wenn ein Mann arbeitet, setzt er die heiligen Funken frei, die in allen Werkzeugen verborgen sind. Wenn man betend über ein Feld geht, verbindet sich das sanfte Lied der Pflanzen, das sie für Gott singen, mit dem Lied unserer Seele. Wenn man einander im Bewusstsein der Gegenwart Gottes zutrinkt, ist das, als wenn man miteinander die Torah liest. Wenn man anbetende einen Volkstanz tanzt, liegt ein Glanz über den Tänzern.


Aus: Die Zukunft gestalten von Alan Hirsch und Michael Frost

Vielleicht wird morgen der Ölberg-Putz auch zu einem heiligen Moment, wo Gottes Gegenwart im Einzelnen aufleuchtet, während wir gemeinsam den Müll weg räumen und die Natur vom Unrat befreien. Glaubst du, dass jeder Tat und selbst dem Profansten etwas Heiligens innewohnt?

Mittwoch, 11. März 2009

Thesen zur missionalen Theologie


Das Institut für Gemeindebau und Weltmisson (mein Arbeitgeber) hat in den letzten Tagen ein Papier mit 12 Thesen zur missionalen Theologie herausgegeben, die auf den "Die Zukunft gestalten"-Kongressen in Aarau und Essen diskutiert werden sollen. Ich durfte beim Entstehungsprozess dieser Thesen mitwirken und bin gespannt auf die vielfältigen Reaktionen, Gespräche und Diskussionen. Hier kannst du dir das Papier runter laden.

Ich würde mich freuen, wenn du eine erste Reaktion auf die Thesen als Kommentar hinterlässt.

Samstag, 7. März 2009

Mitte der Schrift

In einem Gespräch mit einem guten Freund kamen wir auf die Frage, was die Mitte der Schrift ist. Mit Luther würden wir sagen, dass Christus die Mitte der Schrift ist. Was ist, wenn das aber ein zu einseitiger Blick wäre. Besonders in der Diskussion um eine missionale Theologie würde ich sagen, dass die Mitte der Schrift wenn überhaupt, dann der dreieinige Gott als Vater, Sohn und Heiliger Geist ist. Erst dann sehen wir nicht nur das Kreuz, als Erlösungswerk, sondern Gott in seinen ganzen Fassetten als Schöpfer, als Tröster, als Mensch auf Augenhöhe u.s.w.

Was meinst du?